Maler- und Lackiererinnung Rhein-Main startet die „Initiative Faires Handwerk“

Gegen Lohn-Dumping und Schwarzarbeit, für Transparenz, Rechtssicherheit und einen fairen Wettbewerb – 25 Malerbetriebe haben sich bereits zur Fairness verpflichtet

Frankfurt/Offenbach/Darmstadt, 23. Januar 2019. Auf dem Bau boomen unfaire und illegale Beschäftigungsmodelle. Aus diesem Grund hat die Maler- und Lackiererinnung Rhein-Main die „Initiative Faires Handwerk“ gestartet. Mit dieser setzt sie sich für sozialverträgliche und faire Arbeitsbedingungen in der Branche ein. Ihr Ziel ist es, Lohn-Dumping und Schwarzarbeit zu verhindern, Transparenz und Rechtssicherheit für Kunden zu schaffen sowie legale Arbeitsplätze zu erhalten und einen fairen Wettbewerb zu ermöglichen.

„Skrupellose Anbieter umgehen mit der Beschäftigung von Sub-Subunternehmer-Ketten auf Baustellen geschickt die gesetzlichen Regelungen und lassen zumeist osteuropäische Arbeiter als Scheinselbständige für Hungerlöhne arbeiten“, erklärt Felix Diemerling, Geschäftsführer der Maler- und Lackiererinnung Rhein-Main. „Diese Praktiken stellen aber nicht nur eine Ausbeutung der Billigarbeiter dar, sondern gehen auch auf Kosten der Verbraucher und der Allgemeinheit. So verursachen sie große finanzielle Schäden bei der Sozialversicherung und den Sozialkassen und haben zudem Steuerausfälle zur Folge“, so Felix Diemerling weiter.

Darüber hinaus verlieren ehrliche Unternehmen immer mehr Marktanteile, weil es keinen fairen Wettbewerb mehr gibt, und sozialversicherungspflichtig angestellte Facharbeiter ihre Arbeit. Auftraggeber haben den Nachteil, dass sie bei illegalen Anbietern erhebliche Haftungsrisiken haben und im Gewährleistungsfall oftmals auf dem Schaden sitzen bleiben. Dieses gilt auch, wenn Verbraucher für Malerarbeiten einen Handwerker engagieren, der nicht als Maler und Lackierer in die Handwerksrolle eingetragen ist.

„Eigentlich gibt es entsprechende Gesetze, um die illegale Beschäftigung auf dem Bau zu unterbinden. Dem Staat fehlt jedoch das Personal, um deren Einhaltung flächendeckend zu kontrollieren“, sagt Felix Diemerling. Kern der „Initiative Faires Handwerk“ ist daher eine freiwillige Selbstverpflichtungserklärung für Maler- und Lackiererbetriebe. In dieser hat die Maler- und Lackiererinnung Rhein-Main Standards definiert, die die gesetzlichen Vorgaben beinhalten und über diese sogar hinausgehen. Ihr wesentliches Merkmal ist die Ausführung der Kernleistungen – Malerarbeiten, Wärmedämmung, Putz – mit eigenen, sozialversicherungspflichtig angestellten Mitarbeitern. Daneben umfasst die freiwillige Erklärung eine Reihe weiterer Punkte, die Malerbetriebe etwa zur Einhaltung von Mindestlohn, Arbeitssicherheit und Datenschutz sowie zur Einstellung von Fachpersonal verpflichtet. Kunden soll die Selbstverpflichtungserklärung die Möglichkeit bieten, einen verantwortungsvollen Betrieb, der Wert auf Qualität, Fairness und eine Gewährleistung im Schadensfall legt, zu erkennen. Bei Auftragsvergabe an einen Innungsbetrieb gilt sogar die doppelte Sicherheit, d.h. fällt ein Betrieb aus, kommt im Gewährleistungsfall über den Verband ein anderer Innungsfachbetrieb und erledigt die Mängel.

Die Einhaltung der Standards seitens der Maler- und Lackiererunternehmen überprüft die Innung einmal jährlich. Heute haben die ersten 25 Betriebe die bestätigte und gesiegelte Selbstverpflichtungserklärung zurückerhalten und nehmen damit an der „Initiative Faires Handwerk“ teil. Eine Liste der Betriebe sowie weitere Informationen finden sich HIER.

Über die Maler- und Lackiererinnung Rhein-Main

Die Maler- und Lackiererinnung Rhein-Main vertritt in Frankfurt, Darmstadt (Stadt & Land) und Offenbach (Stadt & Land) über 230 Mitglieder aus den Berufen Maler- und Lackierer und Fahrzeuglackierer. Sie ist damit eine der mitgliedsstärksten Innungen Deutschlands. Weitere Informationen unter www.farbe-rhein-main.de.

 

 

Pressekontakt Maler- und Lackiererinnung Rhein-Main

deggau and friends public relations

Wiebke Deggau

Telefon: +49(0)6182-640 4677

E-Mail: innung@deggau.com

Website: www.deggau.com

 

Maler- und Lackiererinnung Rhein-Main

V.i.S.d.P Felix Diemerling, Geschäftsführer

Hanauer Landstraße 501

60386 Frankfurt

Telefon: +49(0)177-2403311

E-Mail: felix.diemerling@farbe-rhein-main.de

Website: www.farbe-rhein-main.de

„INITIATIVE FAIRES HANDWERK“ ERFOLGREICH GESTARTET!

Initiative Faires Handwerk“ erfolgreich gestartet!

Fernsehteams vom Hessischen Rundfunk und RTL Hessen, Radioreporter von HR Info und Antenne Frankfurt, Redakteure der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Frankfurter Rund-schau, Frankfurter Neuen Presse, vom Malerblatt und der Mappe … Alle waren sie dabei als wir am vergangenen Mittwoch (23.1.) in Frankfurt den Startschuss zur „Initiative Faires Handwerk“ gegeben haben.

Über 20 Malerbetriebe waren an diesem Morgen persönlich vor Ort und haben die Selbstverpflichtung unterschrieben, die sie dann vor aller Augen von uns gesiegelt zurückerhalten haben. Begrüßen konnten wir als Gastredner einen wichtigen Unterstützer der Initiative: Stadtrat Markus Frank, Wirtschaftsdezernent von Frankfurt. Nicht nur hat er uns zu weiteren Gesprächen eingeladen, auf Facebook schrieb er anschließend: „Unsere Maler- und Lackiererinnung geht mutig und mit gutem Beispiel voran: selbstverpflichtend und freiwillig unterbinden sie illegale und unfaire Beschäftigungsmodelle im Handwerk und schaffen somit sowohl bei Auftraggebern als auch bei Auftragnehmern ein Bewusstsein für faire Arbeitsbedingungen. Wir freuen uns über diese großartige Initiative und sind stolz auf die Vorbildfunktion, die wieder einmal das Handwerk aufgreift. Vielen Dank für diese tolle Aktion, die hoffentlich Schule macht und der sich viele Teilnehmer anschließen mögen.“ 

Gegen Lohn-Dumping und Schwarzarbeit, für Transparenz, Rechtssicherheit und einen fairen Wettbewerb

In den vergangenen Monaten haben wir unsere Mitglieder bereits über die „Initiative Faires Handwerk“ detailliert informiert. Hier noch einmal das Wichtigste in Kürze. Warum das Engagement? Auf dem Bau boomen unfaire und illegale Beschäftigungsmodelle. Mit der Initiative setzen wir uns nun für sozialverträgliche und faire Arbeitsbedingungen in der Branche ein. Unser Ziel ist es, Lohn-Dumping und Schwarzarbeit zu verhindern, Transparenz und Rechtssicherheit für Kunden zu schaffen sowie legale Arbeitsplätze zu

erhalten und einen fairen Wettbewerb zu ermöglichen.

Kern der „Initiative Faires Handwerk“ ist unsere freiwillige Selbstverpflichtungserklärung, für die wir in mehrjähriger Diskussion Standards definiert haben. Welche das im Detail sind, welche 25 Betriebe mitmachen und was es sonst noch Wissenswertes zur Aktion gibt, finden Sie auf der eigens eingerichteten Website www.faireshandwerk.de. Nutzen Sie die Aufmerksamkeit, die wir schaffen, und machen Sie mit! Denn wir werden mit Plakataktionen und Rundschreiben noch weiter trommeln! Sprechen Sie uns an: felix.diemerling@farbe-rhein-main.de oder telefonisch unter 069-89 99 07 67.