Innung trifft Bundesministerin Christine Lambrecht

Die Themen: Initiative Faires Handwerk mit Forderungen zu Zollkontrolle, Gewerbescheinvergabe und Vergabepraxis öffentlicher Aufträge

Frankfurt, 2. Juli 2019. Innungsgeschäftsführer Felix Diemerling und Vorstandsmitglied Haico Böhmer haben am Dienstag, 2. Juli, Christine Lambrecht, die neue Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, in Viernheim getroffen. Das Gespräch fand im Zuge der „Initiative Faires Handwerk“ statt.

Im Fokus stand die Kontrolle auf Baustellen durch den Zoll. Dieser konzentriert sich auf den Check der Großbaustellen, doch auch auf den kleineren boomen illegale und unfaire Beschäftigungsmodelle. Die Innung fordert daher kleinere Kontrollgruppen, die auch die kleinen Baustellen unter die Lupe nehmen können.

Ein weiteres Thema war die zu einfache Vergabe des Gewerbescheins, die ebenfalls unseriösen Marktteilnehmern entgegenkommt. Die Innung schlägt hier unkomplizierte Regelungen vor, beispielsweise die Vorlage der Handwerkskarte.

Kritik geübt hat die Innung auch an der die Vergabepraxis bei öffentlichen Aufträgen nach der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB). Diese orientiert sich jeweils an dem günstigsten Preis, was ausbeuterisch agierende Unternehmen begünstigt – mit Folgen für die gesamte Gesellschaft. Angeregt wurde ein System, welches unbürokratisch umzusetzen wäre: Nicht mehr der Billigste erhält den Zuschlag, sondern der Zweitgünstigste oder nach Schweizer Modell: Der Markteilnehmer, der dem Durchschnittspreis am nächsten kommt.

Über die Maler- und Lackiererinnung Rhein-Main

Die Maler- und Lackiererinnung Rhein-Main vertritt in Frankfurt, Darmstadt (Stadt & Land) und Offenbach (Stadt & Land) über 230 Mitglieder aus den Berufen Maler- und Lackierer und Fahrzeuglackierer. Sie ist damit eine der mitgliedsstärksten Innungen Deutschlands. Weitere Informationen unter www.farbe-rhein-main.de.

Pressekontakt Maler- und Lackiererinnung Rhein-Main

deggau and friends public relations

Wiebke Deggau

Telefon: +49(0)6182-640 4677

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Wirtschaftsdezernent Markus Frank und Handwerkskammerpräsident Bernd Ehinger stellen „Initiative Faires Handwerk“ vor

Wirtschaftsdezernent Markus Frank und Handwerkskammerpräsident Bernd Ehinger stellen „Initiative Faires Handwerk“ vor

Maler- und Lackiererinnung Rhein-Main geht mit engagierten Projekt für faire Arbeitsbedingungen mit Vorbildfunktion voran

Felix Diemerling (Geschäftsführer u. stv. Obermeister der Maler und Lackiererinnung Frankfurt) stellt die „Initiative faires Handwerk“ vor.

Frankfurt am Main, 16. Mai 2019 Stadtrat Markus Frank, Wirtschaftsdezernent der Stadt Frankfurt am Main, eröffnete am Donnerstagnachmittag die Veranstaltung „Initiative Faires Handwerk“ im Römer und lobt die Initiative der Maler- und Lackiererinnung: „Das Engagement des Malerhandwerks mit diesem beispielgebenden Projekt ist großartig. Ich freue mich insbesondere darüber, dass die Initiative aus der Gilde der Handwerkszunft kommt und ich will gerne dafür werben, dass diese Initialzündung möglichst viele Nachahmer findet.“

Neben Stadtrat Markus Frank standen auch Präsident der Handwerkskammer (HWK) Frankfurt-Rhein-Main Bernd Ehinger sowie Geschäftsführer der Maler- und Lackiererinnung Felix Diemerling den Teilnehmern für Fragen zur Verfügung. „Wir freuen uns sehr über die Einladung von Stadtrat Markus Frank, die Initiative vorzustellen und Impulse zu geben“, so Felix Diemerling, Geschäftsführer der Maler- und Lackiererinnung Rhein-Main. „Bereits der Name ‚Faires Handwerk‘ besagt, dass wir für andere Handwerksrichtungen offen sind, zumal sich die Problematik durch zahlreiche Gewerke zieht – insbesondere auf dem Bau, aber nicht nur.“

Bernd Ehinger, Präsident der HWK Frankfurt-Rhein-Main befürwortete eine intensivere Zusammenarbeit aller Innungen zum Thema sozialverträgliche und faire Arbeitsbedingungen in der Branche: „Ein starkes regionales Handwerk ist unerlässlich für den Wirtschaftsstandort Frankfurt. Es ist daher wichtig, mit allen Partnern an einen Tisch zu kommen und gemeinsame Ideen zu entwickeln, wie wir die Leistungsfähigkeit und die Vielfalt des Wirtschaftssektors noch klarer darstellen können.“

Mehr zur „Initiative Faires Handwerk“ gibt es unter:  https://faireshandwerk.de/

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Für Fragen oder weitere Informationen steht Ihnen Béatrice Kaufeler,

Projektleiterin Unternehmenskommunikation der Wirtschaftsförderung Frankfurt, unter der Telefonnummer 069-212 36226 zur Verfügung.

Die Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH ist Ihr kompetenter Ansprechpartner bei Standortangelegenheiten und Fragen der wirtschaftlichen Entwicklung in Frankfurt am Main.

Wir sind ein unabhängiger Lotse und bieten maßgeschneiderte Informationen über die Frankfurter Wirtschaftsstruktur und ihre Schlüsselbranchen. Mit Hilfe der von uns initiierten Branchentreffs und Netzwerke verschaffen wir Ihnen Kontakt zu anderen Unternehmen, Verbänden, Communities und Beratern.

Als 100%ige Tochtergesellschaft der Stadt sind wir Mittler zwischen Wirtschaft und Politik und tragen Ihre Bedürfnisse in die politischen Gremien. Unser Ziel Wachstum und Arbeitsplätze zu schaffen, verfolgen wir durch aktive Firmenberatung und clusterbezogene Ansiedlungsstrategien. Zudem geben wir Empfehlungen zu wirtschafts-und standortpolitischen Maßnahmen und erarbeiten Vorschläge zur Sicherung der wirtschaftlichen Zukunft Frankfurts.

Mit der Politik im Dialog

Unsere Aussendung an die Bundestagsabgeordneten aus dem Rhein-Main-Gebiet hat zahlreiche Reaktionen der Abgeordneten gebracht. Ein erster Gesprächstermin ist mit der parlamentarischen Staatssekretärin beim Bundesminister der Finanzen Christine Lambrecht (MdB) für den Juli vereinbart. Hier wollen wir die Probleme des täglichen Lebens auf unseren Baustellen transportieren. Gezielt wird die personelle Ausstattung des Zolls und kleine flexible Zoll-Einheiten unser Anliegen sein. Weitere Gesprächstermine finden sich in der Abstimmung.

Initiative Faires Handwerk: Sie wollen Qualität – wir wollen es fair!

Auf dem Bau boomen unfaire und illegale Beschäftigungsmodelle. Skrupellose Anbieter umgehen geschickt die gesetzlichen Regelungen – auf Kosten der Arbeiter und der Allgemeinheit und mit erheblichen (Haftungs-)Risiken für die Auftraggeber. Die Maler- und Lackiererinnung Rhein-Main hat aus diesem Grund die Initiative Faires Handwerk ins Leben gerufen und setzt sich mit ihr für sozialverträgliche und faire Arbeitsbedingungen ein.

Wir finden das Engagement großartig und unterstützen es mit unserem Betrieb. Dafür haben wir die „Selbstverpflichtungserklärung“ – den Kern der Initiative – unterzeichnet. Die Innung hat sie uns nach Prüfung aller erforderlichen Dokumente bestätigt und gesiegelt.

Wie profitieren Sie als Auftraggeber? Dumping-Preise können wir Ihnen nicht anbieten, aber ein faires Angebot und die Gewissheit, dass wir die Vorgaben der Innung für einen fair arbeitenden Malerbetrieb erfüllen. Darüber hinaus geben wir Ihnen die Sicherheit, dass Ihr Bauvorhaben – auch dank der doppelten Gewährleistung der Innung – zu Ihrer Zufriedenheit abgeschlossen wird. Zudem lauern bei uns keine versteckten Gefahren wie die Haftung für nicht gezahlte Steuern oder Sozialabgaben durch Sie als Kunde.

Alle Informationen zur Initiative Faires Handwerk finden Sie hier Gerne beantworten wir Ihnen darüber hinaus Fragen oder stehen rund um Ihre Bauvorhaben zur Verfügung.

Maler- und Lackiererinnung Rhein-Main startet die „Initiative Faires Handwerk“

Gegen Lohn-Dumping und Schwarzarbeit, für Transparenz, Rechtssicherheit und einen fairen Wettbewerb – 25 Malerbetriebe haben sich bereits zur Fairness verpflichtet

Frankfurt/Offenbach/Darmstadt, 23. Januar 2019. Auf dem Bau boomen unfaire und illegale Beschäftigungsmodelle. Aus diesem Grund hat die Maler- und Lackiererinnung Rhein-Main die „Initiative Faires Handwerk“ gestartet. Mit dieser setzt sie sich für sozialverträgliche und faire Arbeitsbedingungen in der Branche ein. Ihr Ziel ist es, Lohn-Dumping und Schwarzarbeit zu verhindern, Transparenz und Rechtssicherheit für Kunden zu schaffen sowie legale Arbeitsplätze zu erhalten und einen fairen Wettbewerb zu ermöglichen.

„Skrupellose Anbieter umgehen mit der Beschäftigung von Sub-Subunternehmer-Ketten auf Baustellen geschickt die gesetzlichen Regelungen und lassen zumeist osteuropäische Arbeiter als Scheinselbständige für Hungerlöhne arbeiten“, erklärt Felix Diemerling, Geschäftsführer der Maler- und Lackiererinnung Rhein-Main. „Diese Praktiken stellen aber nicht nur eine Ausbeutung der Billigarbeiter dar, sondern gehen auch auf Kosten der Verbraucher und der Allgemeinheit. So verursachen sie große finanzielle Schäden bei der Sozialversicherung und den Sozialkassen und haben zudem Steuerausfälle zur Folge“, so Felix Diemerling weiter.

Darüber hinaus verlieren ehrliche Unternehmen immer mehr Marktanteile, weil es keinen fairen Wettbewerb mehr gibt, und sozialversicherungspflichtig angestellte Facharbeiter ihre Arbeit. Auftraggeber haben den Nachteil, dass sie bei illegalen Anbietern erhebliche Haftungsrisiken haben und im Gewährleistungsfall oftmals auf dem Schaden sitzen bleiben. Dieses gilt auch, wenn Verbraucher für Malerarbeiten einen Handwerker engagieren, der nicht als Maler und Lackierer in die Handwerksrolle eingetragen ist.

„Eigentlich gibt es entsprechende Gesetze, um die illegale Beschäftigung auf dem Bau zu unterbinden. Dem Staat fehlt jedoch das Personal, um deren Einhaltung flächendeckend zu kontrollieren“, sagt Felix Diemerling. Kern der „Initiative Faires Handwerk“ ist daher eine freiwillige Selbstverpflichtungserklärung für Maler- und Lackiererbetriebe. In dieser hat die Maler- und Lackiererinnung Rhein-Main Standards definiert, die die gesetzlichen Vorgaben beinhalten und über diese sogar hinausgehen. Ihr wesentliches Merkmal ist die Ausführung der Kernleistungen – Malerarbeiten, Wärmedämmung, Putz – mit eigenen, sozialversicherungspflichtig angestellten Mitarbeitern. Daneben umfasst die freiwillige Erklärung eine Reihe weiterer Punkte, die Malerbetriebe etwa zur Einhaltung von Mindestlohn, Arbeitssicherheit und Datenschutz sowie zur Einstellung von Fachpersonal verpflichtet. Kunden soll die Selbstverpflichtungserklärung die Möglichkeit bieten, einen verantwortungsvollen Betrieb, der Wert auf Qualität, Fairness und eine Gewährleistung im Schadensfall legt, zu erkennen. Bei Auftragsvergabe an einen Innungsbetrieb gilt sogar die doppelte Sicherheit, d.h. fällt ein Betrieb aus, kommt im Gewährleistungsfall über den Verband ein anderer Innungsfachbetrieb und erledigt die Mängel.

Die Einhaltung der Standards seitens der Maler- und Lackiererunternehmen überprüft die Innung einmal jährlich. Heute haben die ersten 25 Betriebe die bestätigte und gesiegelte Selbstverpflichtungserklärung zurückerhalten und nehmen damit an der „Initiative Faires Handwerk“ teil. Eine Liste der Betriebe sowie weitere Informationen finden sich HIER.

Über die Maler- und Lackiererinnung Rhein-Main

Die Maler- und Lackiererinnung Rhein-Main vertritt in Frankfurt, Darmstadt (Stadt & Land) und Offenbach (Stadt & Land) über 230 Mitglieder aus den Berufen Maler- und Lackierer und Fahrzeuglackierer. Sie ist damit eine der mitgliedsstärksten Innungen Deutschlands. Weitere Informationen unter www.farbe-rhein-main.de.

 

 

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Maler- und Lackiererinnung Rhein-Main

V.i.S.d.P Felix Diemerling, Geschäftsführer

Hanauer Landstraße 501

60386 Frankfurt

Telefon: +49(0)177-2403311

E-Mail: felix.diemerling@farbe-rhein-main.de

Website: www.farbe-rhein-main.de

„INITIATIVE FAIRES HANDWERK“ ERFOLGREICH GESTARTET!

Initiative Faires Handwerk“ erfolgreich gestartet!

Fernsehteams vom Hessischen Rundfunk und RTL Hessen, Radioreporter von HR Info und Antenne Frankfurt, Redakteure der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Frankfurter Rund-schau, Frankfurter Neuen Presse, vom Malerblatt und der Mappe … Alle waren sie dabei als wir am vergangenen Mittwoch (23.1.) in Frankfurt den Startschuss zur „Initiative Faires Handwerk“ gegeben haben.

Über 20 Malerbetriebe waren an diesem Morgen persönlich vor Ort und haben die Selbstverpflichtung unterschrieben, die sie dann vor aller Augen von uns gesiegelt zurückerhalten haben. Begrüßen konnten wir als Gastredner einen wichtigen Unterstützer der Initiative: Stadtrat Markus Frank, Wirtschaftsdezernent von Frankfurt. Nicht nur hat er uns zu weiteren Gesprächen eingeladen, auf Facebook schrieb er anschließend: „Unsere Maler- und Lackiererinnung geht mutig und mit gutem Beispiel voran: selbstverpflichtend und freiwillig unterbinden sie illegale und unfaire Beschäftigungsmodelle im Handwerk und schaffen somit sowohl bei Auftraggebern als auch bei Auftragnehmern ein Bewusstsein für faire Arbeitsbedingungen. Wir freuen uns über diese großartige Initiative und sind stolz auf die Vorbildfunktion, die wieder einmal das Handwerk aufgreift. Vielen Dank für diese tolle Aktion, die hoffentlich Schule macht und der sich viele Teilnehmer anschließen mögen.“ 

Gegen Lohn-Dumping und Schwarzarbeit, für Transparenz, Rechtssicherheit und einen fairen Wettbewerb

In den vergangenen Monaten haben wir unsere Mitglieder bereits über die „Initiative Faires Handwerk“ detailliert informiert. Hier noch einmal das Wichtigste in Kürze. Warum das Engagement? Auf dem Bau boomen unfaire und illegale Beschäftigungsmodelle. Mit der Initiative setzen wir uns nun für sozialverträgliche und faire Arbeitsbedingungen in der Branche ein. Unser Ziel ist es, Lohn-Dumping und Schwarzarbeit zu verhindern, Transparenz und Rechtssicherheit für Kunden zu schaffen sowie legale Arbeitsplätze zu

erhalten und einen fairen Wettbewerb zu ermöglichen.

Kern der „Initiative Faires Handwerk“ ist unsere freiwillige Selbstverpflichtungserklärung, für die wir in mehrjähriger Diskussion Standards definiert haben. Welche das im Detail sind, welche 25 Betriebe mitmachen und was es sonst noch Wissenswertes zur Aktion gibt, finden Sie auf der eigens eingerichteten Website www.faireshandwerk.de. Nutzen Sie die Aufmerksamkeit, die wir schaffen, und machen Sie mit! Denn wir werden mit Plakataktionen und Rundschreiben noch weiter trommeln! Sprechen Sie uns an: felix.diemerling@farbe-rhein-main.de oder telefonisch unter 069-89 99 07 67.