Grosser Erfolg vor Gericht: „Renovierungsarbeiten“ sind Malerarbeiten!

Bekanntlich mahnen wir seit 2012 Betriebe ab, die Malerarbeiten bewerben oder ausführen, ohne dafür in die Handwerksrolle eingetragen zu sein. Mittlerweile haben wir weit über 600 solcher schwarzer Schafe erwischt.

Viele der Abgemahnten haben den Begriff „Malerarbeiten“ dann durch „Renovierungsarbeiten“ ersetzt. Aus Sicht unserer Innung ist das wettbewerbsrechtlich nicht in Ordnung, suggeriert der Begriff doch ebenfalls meisterpflichtige Malerarbeiten. Nun hatten wir einen aktuellen Fall, der mit „Renovierungsarbeiten“ geworben hat. Nachdem keine Reaktion auf unsere Abmahnung erfolgte, haben wir den Betrieb vor dem Landgericht Mainz (Az 12 HKO 36/18) verklagt und auf ganzer Linie gewonne: Die Argumentation unserer Rechtsanwaltskanzlei Enke war, dass Schönheitsreperaturen bei Auszug im Mietrecht stest als „Renovierungsarbeiten“ deklariert werden und damit ausschließlich Malerarbeiten beschrieben werden. Dem ist das Gericht vollständig gefolgt. Damit ist der Begriff „Renovierungsarbeiten“ klar dem Maler- und Lackiererhandwerk zugeordnet und somit auch abmahnfähig. Wenn Sie also Autos, Webseiten oder Flyer in die Hand bekommen, auf denen mit Renovierungsarbeiten geworben wird und der Anschein besteht, dass der Betrieb nicht als Maler eingetragen ist, melden Sie es bitte an unsere Geschäftsstelle: schwarzarbeit@farbe-rhein-main.de!

Das ist ein weiterer Meilenstein bei unserem Einsatz für fairen Wettbewerb und ein ganz wichtiger Sieg für die Handwerksordnung!

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